Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Am Mittwoch, den 12. Juni 2019, fuhren die vierten Klassen der NMS II nach Mauthausen. Bei brütend heißen Temperaturen wurden wir von der Firma Cepera mit dem Bus sicher nach Mauthausen gebracht. Dort angekommen sollten wir sogleich die Strapazen der Arbeit im Steinbruch am eigenen Leib erfahren und zumindest die Stufen der Todesstiege emporsteigen. Diese waren jedoch behördlich gesperrt und somit blieb uns ein schweißtreibender Fußmarsch erspart und wir konnten mit dem Bus direkt vor dem Besucherzentrum aussteigen.
Dort angekommen wurden wir von unseren Museumsexperten willkommen geheißen und in zwei Gruppen durch den Außenbereich des Lagers geführt. Wir verglichen Luftbildaufnahmen von 1945 mit dem heutigen Erscheinungsbild des Lagers und versuchten die Objekte, die einem heute noch als Mahnmal dienen, richtig einzuordnen.
Die zahlreichen Denkmäler aus aller Herren Länder (schließlich fanden Personen aus 40 verschiedenen Nationen in Mauthausen den Tod) zeigten uns, dass hier nicht nur ein Museum, sondern ein Ort der Trauer und Geschichtsbewältigung für viele Menschen entstanden war.
Im Verlauf der Führung konnte noch die Wäscherei, der Duschraum, eine Baracke, das ehemalige Sanitätsgebäude, das Kommandogebäude, die Küche sowie die Einrichtungen zur Massenvernichtung der Häftlinge (Gaskammer, Genickschussecke; Galgen) besichtigt werden. Nicht nur die Hitze, sondern vor allem das Gehörte und Gesehene ließen viele von uns in diesen Minuten ganz still werden.
Die abschließenden Worte unserer Museumsmitarbeiterinnen wiesen darauf hin, dass man das Vergangene nicht ungeschehen machen kann, wir aber unsere Zukunft selbst in der Hand haben, um die Erlebnisse der damaligen Generation nicht noch einmal erleben zu müssen.
Erschlagen von der Hitze, vor allem aber auch von den Eindrücken der Erinnerungsstätte Mauthausen, kehrten wir gegen 17 Uhr wohlbehalten nach Mistelbach zurück.
Fotos >>